55 Stunden ohne Spielraum: Simulation sichert reibungslose Abläufe
Eine Brückenerneuerung in einer sehr engen Sperrpause, mit Abriss, Verschub und Wiederherstellung von Brücke und Trasse im selben Zeitfenster. Hier galt: reibungslose Abläufe, keine Zufälle. Über die Simulation des Bauablaufs haben wir Logistik und Massenbewegungen abgesichert und konnten kritischen Konflikten frühzeitig gegensteuern.
Die Herausforderung
Die Erneuerung der Eisenbahnbrücke Else musste innerhalb einer außergewöhnlich kurzen Sperrpause von nur 55 Stunden umgesetzt werden. In diesem engen Zeitfenster waren sämtliche kritischen Bauphasen abzuwickeln: vom Rückbau des Bestandsbauwerks über den Einhub und Verschub der neuen Brücke bis hin zur Wiederherstellung der Trasse. Für Verzögerungen oder ungeplante Ereignisse gab es keinen Spielraum.
- Sperrpause von lediglich 55 Stunden
- Rückbau, Verschub und Wiederherstellung innerhalb eines zusammenhängenden Zeitfensters
- Hohe Abhängigkeit zwischen Bauablauf, Logistik und Maschineneinsatz
- Keine Möglichkeit für Nacharbeiten oder zeitliche Reserven
- Absicherung eines reibungslosen Bauablaufs vor Beginn der Ausführung

Unser Ansatz
Im Rahmen der Leistungsphase 5 haben wir den geplanten Bauablauf mit unserer Prozesssimulationssoftware digital abgebildet und analysiert. Dafür wurden die tatsächlichen Leistungsdaten der vorgesehenen Maschinen, die Baustellenumgebung sowie die Baustelleneinrichtungspläne in ein gemeinsames Simulationsmodell integriert. Durch die Verknüpfung von Bauablauf, Logistik und räumlichen Randbedingungen konnten wir die Planung auf Funktionalität prüfen und potenzielle Konflikte frühzeitig identifizieren.
- Modellierung der gesamten Baustellenumgebung
- Integration der Baustelleneinrichtungs- und Logistikflächen
- Simulation der geplanten Bauabläufe mit realen Maschinen- und Leistungsdaten
- Darstellung von Material- und Massenbewegungen
- Validierung von Transportwegen und Logistikprozessen
- Analyse von räumlichen und zeitlichen Abhängigkeiten

Das Ergebnis
Durch die simulationsgestützte Analyse konnten kritische Konflikte bereits vor Baubeginn erkannt, bewertet und gemeinsam mit dem Projektteam gelöst werden. Die entwickelten Alternativen wurden simuliert, validiert und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Terminplan und Logistik überprüft. So entstand eine belastbare und ausführungsreife Bauablaufplanung, die den engen Anforderungen der Sperrpause gerecht wurde und eine sichere Grundlage für die Umsetzung bildete.
- Frühzeitige Identifikation räumlicher und zeitlicher Konflikte
- Nachweis der Umsetzbarkeit innerhalb der 55-stündigen Sperrpause
- Validierte Logistik- und Transportkonzepte
- Transparente Darstellung von Bauabläufen und Massenbewegungen
- Risikominimierung vor Beginn der Ausführung
- Abgesicherte Bauablaufplanung als Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung

Von identifizierten Konflikten zur validierten Lösung
In der Simulation aufgedeckte räumliche und zeitliche Konflikte wurden in Projekt-Jour-Fixes besprochen, gelöst und erneut validiert – chronologisch entlang des Bauablaufs.
Der geplante Baggereinsatz kollidierte mit vorhandenen Infrastrukturkomponenten und konnte den Arbeitsbereich nicht erreichen.
Anpassung der Baggerposition und Neuplanung des Aushubs.
Durch die Verlagerung des Baggers entstanden längere Transportwege für den Erdaushub, wodurch die Sperrpause überschritten worden wäre.
Erhöhung der LKW-Kapazitäten zur Kompensation längerer Transportwege.
Zusätzliche Transportfahrzeuge führten zu Staus an einer Engstelle und reduzierten die Leistungsfähigkeit der Logistik.
Optimierung der Baustraßen und Schaffung von Ausweichstellen zur Vermeidung von Verkehrsengpässen.
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