Glossar · Simulation & Modell
4D-BIM
Auch bekannt als: 4D-Simulation · 4D-Planung
4D-BIM verknüpft das dreidimensionale Bauwerksmodell mit dem zeitlichen Bauablauf. Bauteile bzw. Bauteilgruppen werden mit Vorgängen des Terminplans verknüpft und erhalten dadurch die Information, wann was gebaut wird. Aus dem zuvor statischen Modell entsteht so ein zeitlich abbildbarer Bauablauf, an dem sich nachvollziehen lässt, wie das Bauwerk gebaut wird.
4D-BIM ist die Brücke zwischen zwei Welten, die im Projektalltag oft nebeneinander herlaufen: dem Modell der Planer und dem Terminplan der Bauleitung. Sind beide verknüpft, lässt sich der Ablauf am Modell nachvollziehen statt nur in Balken lesen.
Wie die Verknüpfung entsteht
Die Bauteile des Modells werden zu Gruppen zusammengefasst, die einem Arbeitsschritt entsprechen, und diese Gruppen werden den Vorgängen des Terminplans zugeordnet. Die Qualität des Ergebnisses hängt an dieser Zuordnung: Je besser Modellstruktur und Vorgangsstruktur zueinander passen, desto aussagekräftiger ist die 4D-Ansicht.
Wo 4D endet und die Simulation beginnt
4D zeigt den Ablauf, den jemand geplant hat. Es prüft ihn nicht. Ob die hinterlegten Dauern realistisch sind, ob Geräte und Transportwege ausreichen und wo sich Gewerke im Weg stehen, ergibt sich erst, wenn der Ablauf mit Leistungsansätzen, Ressourcen und Randbedingungen durchgerechnet wird.